Home Office DIY: Unser neuer Arbeitsplatz!

Während die liebe Petra noch im wohl verdienten Urlaub steckt, melde ich mich mit einem echten Do It Yourself-Großprojekt zurück. Lange hat es gedauert – von der Konzeption und Materialbeschaffung bis hin zur Umsetzung. Und immer kamen irgendwelche unaufschiebbaren Dinge dazwischen. Aber jetzt ist es endlich soweit: Unser neues Home Office ist fertig!

Unser Arbeitsplatz zu Hause hatte dringend eine Generalüberholung nötig. Mein alter Uni-Schreibtisch von IKEA war schon ziemlich in die Jahre gekommen. Spätestens seit sich mein Freund entschlossen hat als Freelancer durchzustarten, musste der Gelegenheitsarbeitsplatz in ein neues, großzügiges Home Office umgestaltet werden.

Arbeitsplatz

Was ihr für dieses DIY braucht und wie es geht:

Der Schreibtisch:
Unser Wunsch war eine lange durchgehende Tischplatte, die möglichst viel Platz bietet. Da unsere Wohnung leider ziemlich verwinkelt ist, reichte kein 08/15-Schreibtisch aus dem Möbelgeschäft. Ein Schreibtisch Marke Eigenbau musste deshalb her.

Die Tischplatte haben wir uns im Baumarkt in der Wunschform und -größe zuschneiden und nach Hause liefern lassen. Als echte Sparfüchse haben wir uns für eine unbehandelte Eichenplatte entschieden, die wir zu Hause nach unseren Wünschen bearbeitet und gestaltet haben. Mit Schmirgelpapier und Stahlwolle haben wir die Tischplatte im ersten Schritt bearbeitet und ihr danach mit Holzbeize den gewünschten Teak-Farbton verpasst.
Danach muss man etwas Geduld mitbringen. Erst nach mehreren Anwendungen, in denen man das Holz noch mal mit feinem Schmirgelpapier abschleift und dann mit Lack versiegelt, hat die Tischplatte die gewünschte glatte Oberfläche. Zu guter Letzt mussten wir dem Schreibtisch nur noch auf die Beine helfen. Wir haben uns für einen schwarzen Holzbock und schwarze Metallbeine vom Schweden entschieden. Sparfüchse eben.

Schreibtisch

Die Pinnwand:
Mein Traum war schon immer eine große Kork-Pinnwand, an die man alle seine Ideen und Kritzeleien direkt anbringen kann. Die Umsetzung war viel einfacher als gedacht: Korkplatten in allen Größen und Stärken sowie Korkkleber gibt es direkt im Baumarkt. Auch wenn der Kleber verspricht, dass man damit den Kork auch direkt an die Wand anbringen kann, haben wir uns dagegen entschieden. Falls wir irgendwann aus unserer schönen Wohnung ausziehen sollten, wird man den brauen Kork nicht wieder von der Wand los und kann gleich den Tapeziertisch aufstellen. Stattdessen haben wir zuerst eine dünne Spanplate in der Größe der Pinnwand mit Schrauben an die Wand angebracht, bevor der Kleber mit einem Zahnspachtel aufgetragen und die Korkplatten aufgelegt wurden.

Pinnwand

Dies & Das:
Die Büroausstattung habe ich in den Farben Schwarz, Weiß und (Tonpapier-)Braun zusammengestellt. Besonders praktisch finde ich die Ordner von MUJI und die Kassett Zeitschriftensammler von IKEA, die mit dem Dymogerät einheitlich beschriftet wurden. Bei Etsy habe ich super schöne Poster gefunden, die an der Pinnwand sowie an zwei Klemmbrettern an der Wand hängen. Der unschöne Drucker verschwindet unter dem Schreibtisch auf einer praktischen Weinkiste mit Rollen, die ich hier vor Kurzem schon einmal gezeigt habe.

Gut Ding will Weile haben, heißt es doch, oder? So ein DIY-Großprojekt nimmt sicher immer etwas mehr Zeit in Anspruch, als sich einen Standard-Schreibtisch im Möbelhaus auszusuchen und in die Ecke zu stellen. Dafür haben wir jetzt ein ganz individuelles Einzelstück zu Hause. Der Freelancer ist zumindest happy mit seinem neuen Home Office. Und wie gefällt euch der neue Arbeitsplatz?

Dies und Das

Lamp

Arbeitsplatz2

1 Comment

  1. Vorzimmerspezialistin Birgit
    14. Juli 2015

    Eine gelungene Idee, die Tischplatte selbst zu bearbeiten. Damit kann man sich die Größe und Farbe des Schreibtischs völlig individuell gestalten. Die Korkpinwand ist übrigens auch im Vorzimmer bestens zu gebrauchen, ob nun der aktuelle Einkaufszettel, wichtige Telefonnummern oder die Gasrechnung dranhängt, man wird zuverlässig an Wichtiges erinnert.
    Gruß Birgit