Trends 2012

Wie bereits für 2011 sage ich auch für 2012 mit meiner “Wohnen und Einrichten”-Glaskugel ein paar Trends voraus.

Foto: deco&style für Wohnidee/ Anna Meier

Das ist immer ein spannender Post für mich. Weil ich mich dafür durch einige Webseiten und Blogs wühlen muss, um mir eine Meinung zu bilden. Hier also jetzt der Extrakt für euch:

Das kommt

  • Hippie Retro: Batik und Makramee hat man seit Sommer 2011 schon öfter gesehen. Kelims sind im Herbst auf dem Plan erschienen und begegnen mir jetzt häufiger.
  • Mehr Lokal-Konsum: Designer wie die Damen von Nordprodukt oder das Team von lokaldesign nehmen in ihren Namen schon ganz klar Bezug auf die Hinwendung zur Region. Und ich habe das Gefühl auch die Verbraucher haben Lust auf mehr Lokalkolorit als Einheits-Schwedecharm.
  • Handwerk: Hier und da sieht man es schon. Die Webseiten der Handwerker werden professioneller und immer mehr Freunde und Bekannte lassen sich Möbel vom Tischler bauen. Klar kostet das erst mal mehr Geld als im Einrichtungshaus. Aber es zählt die Qualität. Und das gilt auch für Teppich und Glasvase.
  • Accessories in Übergößen: Gelesen habe ich das so explizit auf bungalow5 und es stimmt. Überall scheinen Möbel uns ein “Alice im Wunderland”-Gefühl geben zu wollen. Ich mag das. Nicht Kleckern! Klotzen!

Das kommt noch stärker in 2012

  • Erwachsene Onlineshops: Meine Leser wissen, ich bin fab.com-Fan der ersten Stunde. Möbel und Designobjekte, clever kuratiert, Online kaufen und dabei ein ganz neues Shoppingerlebnis vermittelt bekommen. Das alles kam in 2011. Und auch in Deutschland sind erste Shops auf dem Weg in diese Richtung. Ein Riesengeschäft für die Unternehmen und hoffentlich ein Genuss für uns Verbraucher.
  • customizable Products: Dem Trend, fertigen Produkten als Käufer vorher noch den eigenen kreativen Stempel aufdrücken zu können, habe ich sogar eine neue Kategorie gewidmet: “digital wird real“. Ich glaube davon werden mir in 2012 noch mehr sehen. Hoffentlich!
  • Grobstrick bleibt: Wo man hin sieht sind große Maschen. Zuletzt vermehrt bei Holy Shit Shopping in den Hamburger Messehallen.
  • Möbel für Nomaden: das ist seit Jahren ein Trend und der bleibt. Modulare Möbel, gerne mit Multifunktions-Komponente. Der Mensch will mobil sein.
  • Einbaumöbel: Ja, ich weiss, das klingt wie ein Wiederspruch zu den modularen Möbeln. Ist es aber nicht wirklich. Der Trend geht zum großen, möglichst unsichtbaren Einbauschrank in dem alle Dinge verschwinden, die optische Unruhe in einer Wohnung erzeugen würden (der Staubsauger ist so ein Freund) und der Rest der Wohnung wird bedacht und modular möbliert.
  • Natürliche Materialien: keine Frage Holz ist nach wie vor gefragt. Und auch Wolle, Leinen und Ton sind durchaus salonfähige Materialien. Wohnräume sollen aufgeräumt, klar und gemütlich sein. Da passt Naturmaterial perfekt.
  • Ökologisches Denken: zum Glück ist auch das immer mehr ein Kriterium beim Konsum. Nicht zuletzt desshalb auch die Hinwendung zu lokalen Produkten und Naturmaterialien. Aber auch beim Kauf der nächsten Glühbirne oder dem nächsten Waschvollautomat sind wir verbraucher auf die Umweltverträglichkeit bedacht. (Stickwort: ökorekt) Und vermutlich wird sich dieser Trend hin zum Nichtkonsum verstärken. Denn Dinge nicht zu Kaufen heisst sie nicht produzieren, transportieren, lagern und pflegen zu müssen.
  • DIY: Sicher der überraschendste Trend in 2010 und daher jetzt schon ein alter Hut: die Menschen Basteln wieder selber. Und das auf hohem Niveau. Auf Plattformen wie etsy und dawanda finden Einrichtungsindividualisten endlich ausgefallene Dinge für den Alltag. Oder der Endverbraucher wird gleich selbst zum Hersteller. Das ist gut und das bleibt so!

Foto Einbaupodest: http://www.guise.se/
Foto Makramee: skinnylaminx
Foto mit Kelim: deco&style für Wohnidee/ Anna Meier

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3 Comments

  1. Andy
    5. Januar 2012

    Schöner Beitrag. Danke für die vielen Inspirationen und Aussichten. Genau das richtige für das heutige Sturmwetter.

  2. augenpralinchen
    5. Januar 2012

    Danke für´s Kompliment und liebe Grüße aus dem stürmischen Hamburg! Petra

  3. Dorfpunks - Augenpralinen - kreativ und individuell Wohnen und Einrichten
    1. Mai 2012

    [...] neben Kronleuchtern und Seidenblumen gibt es dort auch schöne Kelims und sogar rasierte (!!!) Perser zu sehen. Besonders gut gefallen hat mir ein, aus alten Persern [...]